1. Nachweis von Zinn in Legierungen etc., die kein Kupfer enthalten:

Auf den Abstrich einen Tropfen Rg-Sn geben.

 
Rg-Sn:

Toluol-3-4-dithiol
HCl konz
Methanol

 

  2
10
88

(Lösung hält sich nur ca. 14 Tage)

 
Eine langsam eintretende, ausblutende Rotfärbung zeigt Zinn an.

Störung :

Kupfer: Bei Anwesenheit von Cu entsteht eine Gelbbraunfärbung, die das Rot nicht erkennen läßt. Sonst ist keine Störung bekannt.

 

2. Nachweis von Zinn in Gegenwart von Kupfer (z.B. Zinnbronze)

Dieser Nachweis erfordert etwas Geschick - am besten, man übt zunächst an bekannten Referenzproben.
Auf den Abstrich auf der Magnesiarinne gibt man auf einen Fleck ein bis zwei Tropfen ASL1.
Man läßt die Lösung einziehen und wartet ca. ein bis zwei min, bis die gelbbraune Verfärbung an der Auftropfstelle verschwunden ist.

Dann setzt man nacheinander drei Tropfen Red-Lsg1 auf die Eintropfstelle und wartet jedesmal ab, bis die Tropfen eingezogen sind. Man wartet etwa eine min, dann setzt man wieder auf die Eintropfstelle (möglichst die Stelle genau treffen) vorsichtig nacheinander ein bis drei Tropfen Rg-Sn auf.

 

ASL 1:

Salpetersäure
konz. rauchend

Wasser

 

 

90


10

Red-Lsg 1:

Natriumsulfit

Wasser

 

 

20

80

 

 

Nach einiger Zeit (ein bis fünf min.) entsteht langsam eine meist ringförmige rosa Verfärbung. Als Zinn-Nachweis gelten auch feinste Spuren roter Verfärbungen. Mit etwas Geschick kann man sogar noch Zinn in alten Zwei-Pfennigstücken (vor 1968) nachweisen (Gehalt 2% Zinn).

 

Links: Ein positiver Zinnnachweis kann sehr unterschiedlich aussehen.
Manchmal entstehen verlaufende Rosafärbungen, manchmal (rechts) aber auch deutliche Färbungen entlang des Abstriches. Auch kleinste Rosafarben gelten als positiver Zinknachweis. Wichtig: Falls der Zinn- Nachweis negativ ist, sollte der Versuch mit einer frisch hergestellten Zinn-Reagenzlösung (Rg-Sn) wiederholt werden. Die Lösung hält manchmal nur wenige Tage.