Jährlich führt das Landesamt für Archäologie bis zu 100 archäologische Ausgrabungen im ganzen Land Sachsen-Anhalt durch. Dabei kann es sich um kleine Projekte beim Bau eines Einfamilienhauses aber auch um sog. Großgrabungen im Zuge von Gewerbegebieterschließungen oder Autobahnbau handeln. Diese Grabungen müssen laut Denkmalschutzgesetz durch den Verursacher der ein archäologisches Denkmal beeinträchtigenden oder gar zerstörenden Baumaßnahme finanziert werden.

 

Das «Erdwerk» von Salzmünde ist ein überaus eindrucksvolles Bauwerk. Mit einer ursprünglichen Grabenlänge von fast 4½ km und einer Innenfläche von ca. 37 ha (äußerer Graben) gehört es zu den ganz großen Exemplaren mittelneolithischer Erdarchitektur (3300 – 3100 v. Chr.) in Europa. Anfang der 1990er Jahre wurde das Erdwerk aus seinem langen Dornröschenschlaf geweckt. Zu diesem Zeitpunkt war bereits mehr als die Hälfte des Bauwerkes durch rigorose Sandentnahme weitgehend unbeobachtet zerstört. Heute ist ein Großteil des verbliebenen Restes vom Neubau der Autobahn A 143 (West-Umfahrung Halle) betroffen. Seit Herbst 2005 finden im Baubereich archäologische Untersuchungen statt.

Nehmen Sie teil an der Ent- und Aufdeckung des Salzmünder Erdwerks!

 

»Der Grundirrtum liegt immer darin, dass die Zeit nur als Zahlengerade gesehen wird, auf der nichts als ein Nacheinander stattfinden kann. In Wahrheit wäre sie als eine Fläche zu veranschaulichen, auf der alles gleichzeitig vorhanden ist; denn auch die Zukunft ist längst da, (die Vergangenheit noch).«

Mit diesem Zitat von Arno Schmidt leiten die Grabungsmitarbeiter das Denkmalschutzgesetz her, und darauf aufbauend Notwendigkeit und Begründung ihres Handelns: gewaltige Ausgrabungsmaßnahmen entlang der Neubautrasse der A 38. Auch die sorgfältig geschmiedeten Kapitelüberschriften verlocken zum Lesen des durchweg spannend geschriebenen und von einleuchtenden Sinnstiftungen durchwirkten Textes:  "Für die Zukunft bauen - in die Vergangenheit schauen.. Leichen im Keller ... Tatort Friedhof ... Der Tod jenseits des großen Grabens..." 

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Der Tagebau Neumark-Nord liegt südwestlich von Merseburg im durch tertiäre Fossilfunde ("Urpferdchen") bekannten Geiseltal. Hier führt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie seit 2003 umfangreiche archäologische Untersuchungen durch und ist dabei der ältesten Besiedlung Sachsen-Anhalts auf der Spur. Zutage kamen dabei verschiedene Fundschichten, die den Zeitraum der letzten 400.000 Jahre umfassen und Auskunft über die kulturelle und technologische Entwicklung des frühen Menschen geben. Die Fundschichten liegen ausnahmslos an den Ufern ehemaliger Seen, die sich hier während des Eiszeitalters gebildet hatten. Bisher sind drei Seebecken entdeckt worden. Das älteste, Neumark-Nord 3, ist etwa 350.000 bis 400.000 Jahre, das zweite, Neumark-Nord 1, etwa 220.000 Jahre und das jüngste, Neumark-Nord 2, etwa 150.000 bis 90.000 Jahre alt.

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Der Neubau der Bundesstraße 6, die nördlich des Harzes entlang führt und die Autobahnen A395 und A14 verbinden soll, wird seit 2000 durch archäologische Ausgrabungen begleitet (siehe auch B6N 2001 weiter unten).

Im April diesen Jahres begannen die Ausgrabungen auf der zukünftigen Trasse der B 6n im Landkreis Quedlinburg. Bis Mai 2005 werden insgesamt 14 Fundstellen mit insgesamt 80 Hektar Fläche untersucht.
Archäologische Highlights offenbarten sich schon im Mai diesen Jahres - ein einzigartiges Grabensemble der Kugelamphorenkultur aus der mittleren Jungsteinzeit
das unter anderem durch die Bestattung von insgesamt sieben Rinder eine Besonderheit im gesamtdeutschen Raum darstellt.

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Siedlungsgünstig auf einer Hochterrasse an der Elbe gelegen bietet das Grabungsgelände in der Nähe Coswigs (Landkreis Anhalt-Zerbst) Gräber und Siedlungsbefunde von der Kugelamphorenkultur bis in die Slawenzeit. Die Fülle an Zeugnissen aus den verschiedenen Epochen ist für die Gegend bislang einzigartig.

Klicken Sie hier, um mehr über diesen Lebensraum in bester Lage zu erfahren.

 

 

 

Die neue Bundesstrasse B6N verbindet Jungsteinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit, Völkerwanderungszeit bis h9in ins hohe Mittelalter.

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welche umfangreichen Befunde beim Bau der dringend benötigten Straße zu Tage traten...
   

Vor den Toren Halle wird auf über 240 ha ein  Gewerbegebiet entstehen, noch ist diese immense Fläche Einsatzort für Archäologen. Die Kleinlandschaft bietet Funde von der Mittleren Jungsteinzeit bis ins Hohe Mittelalter, deren Umfang durch Luftbilder und Prospektionen nicht annähernd bekannt war.

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Nicht nur Slawenzeit und Spätmittelalter interessierten die Archäologen, die auf dem Burgberg von Weissenfels gruben. Barocke Bauplastik kam ebenfalls zutage, sie stammte vom ehemaligen spätbarocken Schloss, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu einer Kaserne umgestaltet worden war.

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Der Platz direkt neben dem gotischen Dom in Magdeburg war schon immer ein spannendes "Feld" für Archäologen. Auch 2001/2002 wurden im Zuge von Leitungsverlegearbeiten einige aufschlussreiche Befunde aufgedeckt, die unser Bild vom Domplatz verändern.

Schauen Sie doch mal rein!
   
 

Es wird gebaut im Kloster Drübeck, Ldkr. Wernigerode. Einiges aus der bewegten Geschichte diese ehemaligen Frauenklosters kommt dabei zu Tage,

einen Vorgeschmack erhalten Sie hier!

   

Der Marktplatz von Freyburg/ Unstrut wird neu gestaltet, die Gelegenheit für Archäologen zu sehen, was eigentlich

unter dem Pflaster liegt...

   

Welche Menschen lebten in den Jahrhunderten  vor der Zeitenwende im Gebiet des heutigen Chörau (Ldkr. Köthen)? Was können uns die Toten des Friedhofes über das damalige Leben erzählen?

Erste Antworten finden Sie hier....