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Die archäologischen Arbeiten auf dem Markplatz der
Stadt Freyburg an der Unstrut begannen Mitte März und dauern bis Juli 2002.
Parallel zur flächendeckenden Untersuchung des Marktplatzes werden die
Schachtungen für die Abwasserkanäle in der Steinstrasse und der Oberstrasse
baubegleitend archäologisch betreut.

Erwartungsgemäss ist die Mehrzahl der
Befunde in das späte Mittelalter zu datieren, doch belegen Funde, dass der
Platz seit 5000v.Chr. immer wieder aufgesucht wurde.
So wurden bei der archäologischen Flächenuntersuchung und der
Kanalbegleitung in der Steinstraße und der Oberstraße immer wieder
Gefäßbruchstücke aufgesammelt, die in die Jungsteinzeit (5500–2300v.Chr.)
datieren, unten abgebildet der Teil eines Kumpfes, ein Steinbeil und eine
Scherbe mit Leistenverzierung.

Aus einer Grube der frühen Eisenzeit (um
600v.Chr.) wurden eine auffallende Menge Keramik, zahlreiche Knochen und
zwei handballgrosse, gebrannte Tonklumpen geborgen. Die Grube, die
ursprünglich zur Aufbewahrung von Getreide diente, wurde zur
Entsorgungsstelle für Abfälle umfunktioniert. Aus der Verfüllung stammt die
abgebildete kleine Schale.
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Mittelalterliche Ofenanlage
Die aus hellem Löss aufgebaute Bodenplatte ist im Bereich der
Brennkammer rot verziegelt. Die
tief eingeschlagenen Hölzer für den Kuppelaufbau des älteren Ofens sind
nur noch als Standspuren erkennbar. Die Ofenanlage ist zweiphasig: nach
Aufgabe des ersten Ofens wurde –leicht versetzt zum älteren Teil– ein
weiterer errichtet. Schlackestücke belegen, dass hier Bronze geschmolzen
wurde.
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Armbrustfibel
Als herausragendes Fundstück ist eine
vollständig erhaltene Armbrustfibel einzustufen. Fibeln sind
Gewandspangen, die wie eine Sicherheitsnadel funktionieren. Da sich
Schmuckstücke schnell dem wandelnden Modegeschmack anpassen, kann die
vorliegende Fibel aufgrund charakteristischer Merkmale zeitlich in die
jüngere römische Kaiserzeit, genauer in die 2.Hälfte des 3.Jh.n.Chr.
gestellt werden. |
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