Im Zuge der Neugestaltung des östlichen Schlossvorplatzes in Weißenfels werden seit Juni 2001 durch das Landesamt für Archäologie Sachsen-Anhalt auf einer Fläche von nahezu 4000 qm systematische Grabungen durchgeführt.

Der Burgberg von Weißenfels kann auf eine sehr lange Nutzungstradition zurückblicken. Durch die bei der Grabung gewonnenen Erkenntnisse besteht die Möglichkeit, eine 1000 Jahre währende Bebauung zu verdeutlichen. Die Grabungsfläche umfasst das ehemalige Areal der WVW (Wohnungsverwaltung Weißenfels) sowie den zum Schloss hin angrenzenden Bereich der Schlossauffahrt bis an die Ostbalustrade.

Im Laufe der Grabung haben sich zwei Forschungsschwerpunkte herauskristallisiert: die Nutzung des Burgbergs durch die Slawen (circa 800 bis 1000 n. Chr.) sowie die mittelalterliche Burganlage, die sich über einen Zeitraum von rund 600 Jahren von einer fortifikatorischen Anlage zu einem stattlichen Renaissanceschloss entwickelte. Nach den Zerstörungen des 30-jährigen Krieges entstand der barocke, noch heute bestehende Bau.

 

Luftbild des Burgbergs
Grabungsareal vor dem Schloss