"Brennen, ohne zu
verbrennen":
wie funktionieren Dochte ?
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Wenn man sich einer Schale mit Benzin mit der Flamme
nähert, (bitte nicht nachmachen!) entzündet es sich sofort. Bei Petroleum ist es schon
schwieriger, aber auch das lässt sich schließlich auch ohne Docht entzünden. Eine
Schale mit Olivenöl lässt sich dagegen nicht mit dem Streichholz entzünden. Warum ?
Alle drei Flüssigkeiten sind brennbar, bei ihrer Verbrennung wird sogar sehr viel Energie
frei. Damit aber eine Flamme entsteht, müssen brennende Gase vorhanden sein. Benzin ist derart leicht flüchtig, dass es schon bei Raumtemperatur soviel Dämpfe freisetzt, dass ein brennbares, manchmal sogar explosionsfähiges Gemisch entsteht. Der Dampfdruck von Petroleum ist schon niedriger, daher ist es nicht so leicht entflammbar. Brennt es aber erst einmal, dann erhitzt es sich so stark, dass es genügend brennbare Dämpfe abgibt, um ein lebhaftes, kaum zu löschendes Feuer zu unterhalten.
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Olivenöl ist bei Raumtemperatur infolge des viel zu geringen Dampfdruckes nicht entflammbar. Wenn es allerdings sehr stark erhitzt wird, steigt der Dampfdruck an. Deshalb ist eine heiße "Frittöse" so feuergefährlich wie ein Kanister Benzin. Die Verdunstung einer Flüssigkeit hängt nicht nur von der Temperatur ab, sondern auch von ihrer Oberfläche. Darauf beruht das Prinzip des Dochtes. Die Flüssigkeit steigt durch Kapillarwirkung im Docht auf. An der Stelle, wo die Flüssigkeit die einzelnen Fasern des Dochtes nur benetzt, aber nicht ihre Zwischenräume ausfüllt, entsteht eine große Flüssigkeitsoberfläche. Hier lässt sich der Docht entzünden, er verkohlt dabei etwas, die heißen "Kohlefasern" bewirken, dass an der großen Oberfläche genügend Brennstoff verdampft, um eine Flamme zu unterhalten.