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Dieser spätantike Lampentypus taucht in
Italien im vierten Jahrhundert auf, der Schwerpunkt seiner Verbreitung liegt in
Nordafrika. Die nordafrikanischen Lampen sind in ihrer Form birnenförmig,
Schnauze und Lampe sind wieder fast zu einer Einheit verwachsen. Ein breiter
Schnauzenkanal verbindet das Dochtloch mit dem Einfüllloch.Diese Lampen sind eigentlich
als eine Weiter-, teils auch Rückentwicklung der Firmallampen anzusehen. Sie scheinen
vielleicht noch eine Kammflamme vorzusehen, zumindest ermöglichen sie diese. Der Kanal
kann allerdings - (in völligem Gegensatz zu den Firmenlampen Löschke IX), auch eine
andere praktische Funktion übernehmen: Wenn man einen neuen Docht eingesetzt hat, muss
man ihn vor dem Anzünden mit Öl benetzen. Das kann man machen, indem man einige Tropfen
Öl auf den Docht gießt. Öl, das dabei überläuft, fließt dann durch den
Schnauzenkanal in das Öl-Einfüllloch ab.
Hinsichtlich Funktionalität sind sie allerdings dem Vorgängermodell
"Firmalampe" unterlegen - bedingt durch die kurze Schnauze und die eiförmige,
klobige Form ist die Lichtausbeute geringer, weil die Lampe mehr Eigenschatten wirft. Die
eiförmige, kompakte Form vereinfacht allerdings die Herstellung, ebenso wie der
schlichteren, gröbere Dekor.