Hell aus dem dunklen Vergangnen, leuchtet die Zukunft hervor...... 

Mit zwei Beispielen moderner Neuschöpfungen  möchte der Autor zum Spiel mit dem Feuer anregen. Dass, wie überall in der Pyro-Technik (Feuerkunst) alle Vorsichtsmassnahmen einzuhalten sind, versteht sich von selbst. Als Brennstoffe verwende man Pflanzenöle oder Fette, keinesfalls Petroleum oder käufliche "Lampenöle".  Und dass keine Lampe unbeaufsichtigt brennen darf, versteht sich von selbst, und wer sicher gehen will, verwende solche Lampen nur im Freien.....   
 

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Exponat 26

Postindustrielle Öllampe

Konservendosenblech, teilweise bemalt, C.-H. Wunderlich 1993

Eine kleine Konservendose, eine Blechschere, ein Docht (Baumwollstrick, Hanfbindfaden oder notfalls zusammengedrehte Watte), etwas Pflanzenöl - fertig ist die Universallampe für alle Gelegenheiten...

 

Exponat 27

Nachtlicht "Filon" 

C.-H. Wunderlich 2001
(Glasflasche, Gips, Farbe)

Philon von Byzanz erfindet im 2. Jahrhundert vor Chr. eine Vorrichtung, mit der der Ölstand einer Lampe konstant gehalten werden kann. Eine umgekehrte, mit Öl gefüllte Flasche wird über dem flachen, offenen Ölbehälter der eigentlichen Lampe  angebracht. Die Flaschenöffnung wird in Höhe des gewünschten Flüssigkeitsspiegels positioniert. Sinkt der Ölstand im Ölbehälter der Lampe, wird die Flaschenöffnung freigegeben, Luft dringt in die Flasche ein, und es läuft wieder etwas Öl nach. Erst im 17. Jahrhundert wurde dieses Prinzip  in die Praxis umgesetzt: Auf dem Glaskolben wird oft eine Stundenskala angebracht. So wird der   "Dauerbrenner", oft als Nachtlicht verwendet, als ungenaue Uhr.