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Schalenlampen sind der einfachste und wohl auch älteste Lampentyp. Im Prinzip sind solche Lampen nichts anderes als eine Mulde aus einem feuerfesten Material. Im einfachsten Fall kann das schon eine künstliche oder natürliche Vertiefung in einem Steinblock sein. |
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Exponat 5 Ein Steinblock mit einer Mulde, die mit Fett gefüllt und einem Docht versehen, eine einfache Lampe abgibt.
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| In die Schale oder Mulde gibt man etwas Fett oder Öl, sowie einen Docht. Damit ist die Lampe im Prinzip fertig. Da geschmolzene Fette/ bzw. fette Öle sehr viskos sind, vermögen sie nicht, im Docht höher als 1-3 cm aufzusteigen. Das bedingt, dass alle Öl,- Talg und Tranlampen der Vorgeschichte flach gebaut sind - im Gegensatz zu den Petroleumlampen, die erst im 19. Jahrhundert aufkommen.
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Exponate 8 und 9: Die Exponate zeigen zwei unterschiedliche
Betriebsarten: |
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Es gibt mehrere Möglichkeiten, Schalenlampen zu verwenden: |
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Schalenlampe mit Turmdocht... |
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Vom Mittelalter gehen wir nun zurück in die Altsteinzeit, zu den ältesten bekannten Lampen der Menschheitsgeschichte. In den altsteinzeitlichen Höhlen von La Mouthe und Lascaux sind steinerne, löffelartige Schalen gefunden worden, die als Lampen gedeutet werden. Es sind alles einfache Schalenlampen, die eine Ausbuchtung tragen, die man entweder als Griffe, oder auch als Dochtmulden deuten kann.
Einige der Lampen tragen im Rand eine kleine Kerbe, die eventuell eine Dochtablage war. Die genaue Funktionsweise der Lampen ist nicht klar, vermutlich wurden sie in unterschiedlicher Weise benutzt, je nach dem, welche Art Licht man benötigte. Kleine Dochte konnte man über den Rand bzw. in die dafür vorgesehene Kerbe legen. Genauso könnte die Flamme auch in der Mitte der Fettschale gebrannt haben, etwa auf einem primitiven "Turmdocht" aus Moos, ggf. auf einem in die Mitte der Schale gelegtem Steinchen oder Holzkohle als Unterstützung. Vielleicht hat es auch schon Schwimmdochte gegeben. Denkbar ist auch, dass die Lampen einfach einen Fetthaufen ("Fettecke") enthielten, und vielleicht waren die Lampen Unterlagen für richtige Talgkerzen. Schließlich können die Lampen auch als Behältnis für kleine Holzfeuerchen (z.B. aus harzreichem Nadelholz) gedient haben. Dies wird von dem jeweils zur Verfügung stehendem Brennmaterial abhängig gewesen sein.
Schalenlampen sind zu allen Zeiten, bis in die jüngste Vergangenheit, benützt worden. Je nach Verwendungszweck und zur Verfügung stehendem Brenn- und Baumaterial gab es Variationen mit Standfuß, mit kleinen Henkeln als Handgriffe (Beispiel: römische Tiegellampen) oder zum Aufhängen, so wie die vielleicht älteste Lampe Sachsen-Anhalts, der Trichterbecher mit Innenösen aus Alsleben.
Die einfache Bauart der Schalenlampen
macht es schwierig, sie im archäologischen Fundmaterial zu identifizieren.
Beispielsweise gibt es in der Sammlung des Landesmuseums für Vorgeschichte eine kaum zu
übersehbare Zahl von gehenkelten, flachen Schalen aus der Bronzezeit, etwa solchen der
Lausitzer Kultur. Solche Schalen eigen sich hervorragend als Lampen, wie man im
Experiment auch leicht zeigen kann. Aber: Beweise gibt es nicht - bislang jedenfalls.
Fehlende Schmauchspuren sagen nichts aus, denn auch bei den meisten der römischen Lampen
fehlen diese Spuren völlig.
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Exponat 10 Sogenannte "Tuellenlampen", eine originelle römische Konstruktion (Loeschke Typus XIV), 1.-2. Jahrhundert n. Chr. (Nachbauten), bevorzugtes Verbreitungsgebiet Nordgallien. In der Mitte der Schale befindet sich ein Ring, der ein oder mehrere Schlitze hat, durch die der Brennstoff vom ringförmigen Vorratsbehälter in die Dochttülle fließen kann.
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