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Im 16. Jahrhundert zieht Licht in dunkle Bauernstuben ein - fast schlagartig. Ein im wahrsten Sinn einleuchtendes Indiz hierfür ist der Leuchter aus dem Dorf Schwerzau, Burgenland-Kreis. Gefunden wurde der so genannte "Standkrüsel" in einer Siedlungsgrube, in die er im 17. Jahrhundert hineingelangte. |
Im archäologisch voll erschlossenem Dorf Schwerzau, das der Braunkohle weichen mußte, läßt sich Alltagskultur lückenlos erschließen. Das Fundspektrum zeigt deutlich, daß Ölleuchter seit dem 17. Jahrhundert zu jedem Haushalt gehörten - ähnlich wie in den übrigen Regionen Mitteldeutschlands, wie sich anhand des Fundspektrums der Sammlung des LfA erschließen läßt. |
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Rüb- und Rapsöl eignete sich nicht zum Verzehr - es enthielt große Mengen einer unverdaulichen, hochgradig gesundheitsschädlichen Fettsäure, der Erucasäure. Erst seit wenigen Jahren taucht Rapsöl im Lebensmittelhandel auf - dank einer Neuzüchtung, dem 00-Raps, der keine Erucasäure mehr enthält. |
Die Konstruktion des Leuchters aus Schwerzau zeigt, daß man trotz leichter Verfügbarkeit des Rüböls dennoch nichts verschwendete. Das aus der Schnauze beim Brennen gelegentlich ablaufende Öl kriecht den Ständer hinab in eine ringförmige Auffangschale. |
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Von dort läuft es durch zwei darin angebrachte Löcher in den hohlen Fuß, wo es sich sammelt und über die schräg seitlich daran angebrachte Ausgußtülle wieder entnommen werden kann. |
Der Leuchter ist definitiv zum Verbrennen flüssiger Fette (=Öle) gedacht. Alternativ konnte man auch ein Kerze aus Talg oder sehr teurem Bienenwachs in die dafür vorgesehene Halterung über dem Henkel anbringen. |
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Hell aus dem dunklen Vergangnen" Einst brachten die Rapsfelder Licht in die frühe Neuzeit - heute sind sie wieder in Form von Biodiesel ein Hoffnungsträger auf der Suche nach der Energie von Morgen. |
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