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03.10.1819: Gründung des “Thüringisch-Sächsischen Vereins für Erforschung
des vaterländischen Alterthums und Erhaltung seiner Denkmale” mit Sitz in
Naumburg
16.06.1823: Verlegung des Thüringisch-Sächsischen Vereins nach Halle,
1825 Unterbringung der Sammlungen im “alten fürstlichen Prachtsaal” der
Neuen Residenz
Januar 1876: Der
Thüringisch-Sächsische Verein bittet den Provinziallandtag um geeignete
Räumlichkeiten für die Sammlung.
18.11.1876:
Der 2. Landtag beschließt die Gründung der “Historische Commission der
Provinz Sachsen”, die bei der Gründung des Provinzialmuseums mitwirken
soll.
März 1882: Der Landtag bewilligt die Mittel zur Einrichtung eines
Provinzialmuseums.
16.07.1884: Ernennung des Konservators und
Oberst a. D. Hans von Borries zum ersten Direktor des Provinzialmuseums.
21.04.1886: Die Historische Kommission beschließt, zur Unterstützung des
Museums geeignete Personen als Pfleger zu bestellen. Dieses Datum ist der
Beginn einer amtlichen Bodendenkmalpflege in der Provinz Sachsen.
01.07.1890: Dr. Julius Schmidt wird als Direktor des Museums berufen.
1902: Der erste Band der “Jahresschrift für die Vorgeschichte der
sächsisch-thüringischen Länder” wird herausgegeben.
13.06.1906: Erste Pläne für den Neubau eines Museums werden von Direktor
Reuß und dem Landesbaurat Ruprecht entworfen
1908: Beratung im Landtag über das von der Stadt Halle unentgeltlich
angebotene Grundstück zum Bau eines Museums am Wettiner Platz
14.03.1910: Der Landtag bewilligt für den Bau des Museums 525.000
Reichsmark. Das Aufgabengebiet der Einrichtung wird auf die Vorgeschichte
beschränkt.
1911-1913: Bau des ersten Museumsgebäudes für Vorgeschichte in
Deutschland.
01.08.1912: Der erste ausgebildete Prähistoriker, Dr. Hans Hahne, wird zum
Museumsdirektor ernannt.
Seit 1913: Inventarisation des archäologischen Sammlungsbestandes
jahrgangsweise nach fortlaufenden Hauptkatalognummern
26.03.1914: Erlass des preußischen Ausgrabungsgesetzes
09.10.1918: Eröffnung des Museumsgebäudes mit der neu gestalteten
Dauerausstellung
1921: Umbenennung des Provinzialmuseums in “Landesanstalt für
Vorgeschichte”, Gründung des “Museumsbundes der Provinz Sachsen”
1925: Nach 14jähriger Unterbrechung wird mit Band 11 die Herausgabe der
“Jahresschrift für die Vorgeschichte der sächsisch-thüringischen Länder”
fortgeführt.
13.06.1928: Durch eine Dienstanweisung des preußischen Finanzministers
werden Bodenfunde zum Staatseigentum erklärt.
09.05.1929: Gründung des “Mitteldeutschen Verbandes für
Altertumsforschung” in Quedlinburg
1932: Eröffnung einer Freilichtausstellung im
Gartenbereich des Museums
1934: Umbenennung des Museums in „Landesanstalt für Volkheitskunde“
1935: Die Veröffentlichungen des Hauses erhalten den Titel
„Veröffentlichungen der Landesanstalt für Volkheitskunde”.
01.06.1935: Prof. Dr. Walter Schulz wird zum Museumsdirektor ernannt. Er
scheidet 1945 aus allen Funktionen aus.
20.04.1945: Wiederaufnahme der Diensttätigkeit am Museum. Sammlung, Archiv
und Bibliothek haben die Kriegsereignisse ohne Verluste überstanden.
03.03.1946: Wiedereröffnung der Dauerausstellung
14.11.1949: Die Landesregierung erlässt Verordnungen zur Meldungspflicht
vor- und frühgeschichtlicher Bodenaltertümer und zur Regelung von
Ausgrabungen
1950: Das Landesmuseum wird dem Staatssekretariat für Hochschulwesen der
DDR, dem späteren Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen, unterstellt.
1955: Erste Aufstellung eines Mammutskeletts in der Dauerausstellung
01.01.1959: Dr. Hermann Behrens wird zum Direktor des Museums ernannt. Er
leitet das Haus bis zum 31.12.1980.
1970: Zum ersten Mal werden in der DDR vier Briefmarken mit
archäologischen Motiven aus dem Bestand des Landesmuseums für
Vorgeschichte ediert.
03.07.1980: Inkrafttreten des „Gesetzes zum Schutz des Kulturgutes“ in der
DDR
01.01.1981: Dr. Dieter Kaufmann wird als Museumsdirektor berufen und
leitet das Haus bis zum 31.03.1992.
30.06.1983: Das Gebäude des Landesmuseums für Vorgeschichte wird unter
Denkmalschutz gestellt.
19.09.1984: Die Besucherzahl in der Dauerausstellung erreicht 1.000.000.
1989: Nach Auflösung des Ministeriums für Hoch- und Fachschulwesen der DDR
wurde das Landesmuseum dem neu geschaffenen Ministerium für Bildung und
Wissenschaft unterstellt.
01.01.1991: Das Landesmuseum wird dem Ministerium für Bildung,
Wissenschaft und Kultur, ab Sommer 1991 dem Kultusministerium
nachgeordnet.
15.06.1991: Gründung der „Archäologischen Gesellschaft Sachsen-Anhalt
e.V.“ in Halle
13.09.1991: Annahme des Denkmalschutzgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt
durch den Landtag
21.10.1991: Beschluss der Landesregierung über die Bildung eines
Landesamtes für Denkmalpflege und eines Landesamtes für archäologische
Denkmalpflege (ehem. Landesmuseum)
01.04.1992: Dr. habil. Siegfried Fröhlich wird zum Landesarchäologen
ernannt, er bleibt bis zum 31.12. 2000 im Amt.
13.06.1994: Schließung der
Dauerausstellung
08.04.1997: Umbenennung in Landesamt für Archäologie – Landesmuseum für
Vorgeschichte – Sachsen-Anhalt auf Beschluss der Landesregierung.
01.03.2001: Dr. Harald Meller wird als Landesarchäologe und Direktor des
Landesmuseums berufen.
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