Neben der bäuerlichen Wirtschaft gewann dadurch im Süden - seit der mittleren Bronzezeit (1600-1300 v.Chr.) auch in der Altmark und im Jerichower Land (Elb-Havel-Gruppe), die in den Einflussbereich der nordischen Bronzezeit gerieten - das Bronzehandwerk große Bedeutung. Bereits die Gewinnung und Verarbeitung des Metalls verlangte die Tätigkeit erfahrener Erzsucher, Berg- und Hüttenleute. Aber auch die Gieß-, Treib- und Schmiedetechniken zur Herstellung von Arbeitsgeräten, Waffen, Schmuck und Gefäßen und deren Verzierung erforderten hohes handwerkliches Können. Die Ernährung von solchen spezialisierten Handwerkern setzte den Überschuss an landwirtschaftlichen Erzeugnissen voraus, der von den Ackerbauern über den Eigenbedarf hinaus erwirtschaftet werden musste. In der älteren Bronzezeit konzentrierte sich das Kunsthandwerk im Umfeld von Häuptlingen, die für die Versorgung mit Rohstoffen und Nahrungsmitteln aufzukommen hatten. Für den Gütertausch standen standardisierte Produkte wie Beile und Halsringe zur Verfügung.