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Die nördlich an die Thüringische Kultur anschließenden Kulturen
der frühen Eisenzeit fanden zu Beginn der jüngeren Eisenzeit
(480-15 v.Chr.) durch die Jastorf-Kultur
ihr Ende, die sich von Norden her über ganz Mitteldeutschland
ausbreitete. Fluchtburgen im Harz deuten auf kriegerische
Ereignisse während der Zeit der Landnahme hin. In die
Siedlungsgebiete der Thüringischen Kultur drang die Jastorf-Kultur
erst im 3. Jh.ein, wobei diese ihre Verstorbenen auf den
Gräberfeldern der Nachkommen der Thüringischen Kultur bestattete,
was auf friedliche Koexistenz schließen läßt. |
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Die wirtschaftliche Grundlage bildeten weiterhin
Ackerbau und Viehzucht, wobei zu Weizen und Gerste die
Getreidesorten Hafer und Roggen traten, die dem kühleren Klima
besser angepasst waren, das seit etwa 800 v. Chr. in Mitteleuropa
herrschte.
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In der 2. Hälfte des 2. Jahrhunderts v. Chr. erschienen in
Mitteldeutschland Bevölkerungsgruppen aus dem Oder-Warthe-Gebiet (Przeworsk-Kultur).
Ihr Erscheinen ist mit Kriegergräbern verbunden. Sie bestimmen am
Ende des 2. Jh. v. Chr. und während der 1. Hälfte des 1. Jh. v. Chr.
die materielle Kultur im Mittelelbe-Saale-Gebiet. Diese Mischkultur
bildet u. a. das Substrat eines Volkes, das um die Mitte des 1. Jh.
v. Chr. von Caesar als Sueben
bezeichnet wird. Aus den Sueben rekrutierten sich die Krieger, die
sich dem germanischen König Ariovist anschlossen und am Oberrhein
und in Ostgallien an den Kämpfen gegen die Gallier und Römer
teilnahmen. |
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Kurz vor der Mitte des 1. Jh. v. Chr. ist im Mittelelbe-Saale-Gebiet
die Großromstedter Kultur bezeugt, die später unter dem Stammesnamen
der Hermunduren in das Licht der
Geschichte rückt. Sie drangen vom Norden her der Elbe folgend vor
und bestimmten das Besiedlungsbild der älteren römischen Kaiserzeit
im Mittelebe-Saale-Gebiet. Ihr Erscheinen bewegte Teile der
Bevölkerung im Süden Sachsen-Anhalts und im Norden Thüringens, nach
Bayern abzuwandern. |
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Nachdem Kaiser Augustus die Elbe zur Reichsgrenze bestimmt hatte,
zogen zwischen 12 v. Chr. und 17 n. Chr. wiederholt römische Heere
durch Germanien, wobei sich 9 v. Chr. die Heere der beiden
Stiefsöhne des Kaisers, Drusus und Tiberius, an der Elbe
vereinigten. Aufgrund der Niederlage im Teutoburger Wald und dem
Verlust dreier römischer Legionen unter dem Oberbefehl des Legaten
Varus, wurde von Kaiser Tiberius der Plan einer Elbegrenze
aufgegeben. Schon unter Varus, aber genauso noch später kämpften
Germanen als Söldner an der Seite der Römer. Das in der älteren und
zu Beginn der jüngeren Kaiserzeit gegenüber Rom erwiesene loyale
Verhalten der germanischen Stämme wurde bisweilen von den Kaisern
durch die Verleihung von Medaillons honoriert
(Wennungen, Gemeinde
Karsdorf, Burgenlandkreis).
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