Aus der älteren römischen Kaiserzeit  (15 v. Chr. bis 160 n. Chr.) liegen zahlreiche Belege für die Verhüttung von Raseneisenerzen vor. Die Landwirtschaft wurde durch die Einführung des Pfluges mit eiserner Schar und Streichbrett intensiviert.

   
 

 

Ältere römische Kaiserzeit
Eine Gesichtsattasche aus Bösenburg

   
 

 

In den ersten nachchristlichen Jahrhunderten kristallisierte sich bei den Germanen eine Adelsschicht heraus, die während der jüngeren römischen Kaiserzeit im 3. Jh. n. Chr. an Bedeutung gewann.

   
 

 

       
 

 

Die Teilnahme an den Römerkriegen seit 230 n. Chr. (Gommern, Ldkr. Jerichower Land), die zur Aufgabe der römischen Reichsgrenze in Südwestdeutschland führten, sowie als Söldner an den Kämpfen im Gallischen Sonderreich (Leuna, Gemeinde Merseburg, Ldkr. Merseburg-Querfurt) dürften die politische Rolle des Adels und dessen Reichtum wesentlich gestärkt haben.

   
 

 

       
 

 

Der Reichtum an den Adelshöfen, wie jenen bei Burgörner (Ldkr. Mansfelder Land) und Leuna (Gem. Merseburg, Ldkr. Merseburg-Querfurt), förderte das Edelmetall- und Töpferhandwerk.

Die Siedlungen der römischen Kaiserzeit bestanden aus teilweise befestigten Gehöften und Weilern mit drei bis fünf Höfen. Dorfartige Siedlungen sind in der Altmark nachgewiesen und bleiben im Mittelelbe-Saale-Gebiet vereinzelt.