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Auch bei den Kulturen der mittleren Periode der Jungsteinzeit läßt
die Siedlungsplatzwahl auf eine unterschiedliche wirtschaftliche
Bedeutung von Viehhaltung und Ackerbau schließen.
So wird bei den
in der Altmark und im Jerichower Land beheimateten Kulturen wie
der
Alttiefstichkeramik-
und der
Elb-Havel-Kultur
die Viehhaltung einen ungleich höheren Stellenwert eingenommen
haben als der Ackerbau, der die Baalberger, Salzmünder und
Bernburger Kultur des Mittelelbe-Saale-Gebiets wirtschaftlich
bestimmt hat.
Die Alttiefstichkeramik dehnte ihr Siedlungsareal im
Südosten auf das Zerbster Land aus und überschritt die Elbe bis
hin zur Ziethe. Im Süden setzte sie auf das Gebiet südlich der
Ohre über, nahm das Gebiet des Flechtinger Höhenzugs ein, folgte
der Aller flußaufwärts und traf an der Ohremündung auf die
Baalberger Kultur. Diese Expansion trieb die
Alttiefstichkeramik- und die aus dieser hervorgegangene
Walternienburger Kultur voran und drängte die Baalberger
Kultur (Hutberg-Phase) bis an die Bode und die aus ihr erwachsene
Salzmünder Kultur
zunächst bis an die Wipper und dann
weiter nach Süden zurück, bis sie schließlich infolge der
Expansion der
Bernburger Kultur als letztem Glied dieser
Entwicklung gänzlich verschwand.
Monumentale befestigte Siedlungen
der Baalberger und der Salzmünder Kultur könnten Zeugen dieser
bewegten Zeiten sein. Sie nehmen Flächen von bis zu 64 ha ein.
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